Geschäftsbericht 1999
 

Das Umfeld im Jahre 1999
Die Europäische Union (EU)
In der Schweiz
Die AUNS
Mitgliederbestand
Jahresrechnung und Bilanz
Schlusswort


Das Umfeld im Jahre 1999

Ein europapolitischer Rückblick auf das Jahr 1999 ist auch eine Beurteilung des zu Ende gehenden Jahrhunderts: Das 20. Jahrhundert war eine Zeit schlimmster Auswüchse des Nationalismus einerseits und des Sozialismus anderseits. Beide menschenverachtenden Ideologien haben Werte wie Freiheit und Demokratie zerstört. Sowohl der Naziherrschaft als auch dem real existierenden Sozialismus gemeinsam waren Eroberungskriege, die brutale Unterdrückung von inneren und äusseren Gegnern, ein Terror mit Millionen von Menschenopfern - sowie der völlige wirtschaftliche, gesellschaftliche und geistige Zusammenbruch. Trotz dieser erschreckenden Tatsachen scheint der Glaube an die Allmacht des Staates auch an der Schwelle zum 21. Jahrhundert ungebrochen.

Auch im Berichtsjahr 1999 ging und geht die Tendenz in Richtung Zentralismus, Kollektivierung, Vermassung, Zwangsregulierung und gleichmacherischen Sozialismus sowie in Richtung gigantischer Staatsgebilde und politischer Grosskonstruktionen, die dem Einfluss des Bürgers möglichst entzogen werden sollen. Anonyme Funktionäre und Bürokraten üben ihre Macht auf Kosten des einzelnen Bürgers aus.

Weiterhin wurde versucht, Konflikte und kriegerische Auseinandersetzungen, Armut, Arbeitslosigkeit, Migrationsströme und Kriminalität durch supranationale Grossgebilde mit "kollektiver Verantwortung", durch Zentralismus, Globalisierung, offene Grenzen und eine sozialistische Umverteilungspolitik zu lösen, statt durch freie, selbstverantwortliche Bürger und unabhängige Staaten, welche partnerschaftlich gute Beziehungen pflegen und ihre eigene Identität bewahren.

Vorallem die Schweiz als Kleinstaat tut gut daran, sich auf ihre besonderen Erfolgsrezepte - die Unabhängigkeit, die direkte Demokratie, die Volkssouveränität, den Föderalismus, die Weltoffenheit und die dauernd bewaffnete Neutralität - zu besinnen und sich nicht in supranationale Grossgebilde einzubinden.

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Die Europäische Union (EU)

Trotz wohltönender Absichtserklärungen und angeblichem Reformwillen hat die EU ihren  zentralistischen Kurs, der dem Wesen einer unabhängigen, neutralen und direkt demokratischen Schweiz diametral widerspricht, auch 1999 fortgesetzt und verstärkt. Die anfängliche Euphorie in verschiedenen Bereichen hat der Ernüchterung Platz gemacht:

Euro: auf die schiefe Bahn geraten
Nur ein gutes Jahr ist es her, dass die Politiker der 12 EU-Gründungsmitglieder mit vielen Vorschusslorbeeren den Start des Euro, der neuen "Weltwährung" (zusammengesetzt aus einigen Hart- und vielen Weichwährungen) als zumindest ebenbürtiger Konkurrent zum Dollar feierten.

Weil hinter dem Euro aber nicht der Markt, nicht ökonomische Gesetzmässigkeiten stehen, sondern weil er eine politisch verordnete Währung ist, hat der Euro bis anfangs 2000 einen Wertverlust von rund 16 Prozent erlitten. Auch die drei "Schwergewichte" in Euroland - nämlich Deutschland, Frankreich und Italien - können den sich abzeichnenden Euro-Zerfall kaum stoppen: Eine weiterhin stark interventionistische Wirtschafts- und Industriepolitik in Frankreich, eine Staatsverschuldung von 113 Prozent des Bruttoinlandproduktes in Italien (mit einer doppelt so hohen Inflationsrate gegenüber dem EU-Durchschnitt) und ein Deutschland, das selbst zum finanzpolitischen Pflegefall geworden ist, können diese Entwicklung kaum stoppen.

Die Tatsache, dass sehr unterschiedliche Volkswirtschaften unter einen Hut gezwängt wurden und die Ungereimtheiten (Konvergenz-Kriterien), mit denen schlechte nationale Finanzhaushalte "beitrittstauglich" gemacht wurden, zeitigt ihre Folgen. Zudem waren Frankreich und Italien noch gar nie an einer harten Währung interessiert - weder zu Zeiten des Francs und der Lira noch des Euro. Vielmehr sind beide Länder mit dem Verschwinden der D-Mark vom Währungsdiktat der Deutschen Bundesbank "befreit". Sie können wieder ihre alte Strategie einschlagen, die darin bestand, ihre Wirtschaft durch ständige Abwertung der Währung gegenüber der lästigen ausländischen Konkurrenz auf den Weltmärkten wettbewerbsfähig zu halten.

Auf Schützenhilfe vom US-Dollar dürften die Euroländer vorerst vergeblich warten. Die USA saugen weiterhin Kapital an, weil ihre Wirtschaft blüht und Haushaltüberschüsse erwirtschaftet werden. Stattdessen versuchen die EU-Länder mit immer neuen "Stabilitätsprogrammen" und ohne Erfolg, die Neuverschuldung zu bremsen und zu stoppen.

Für die Zins- und Währungsinsel Schweiz kann die Konsequenz nur heissen: Schuster, bleib bei deinem Leisten, d.h. beim Schweizer Franken und bei der eigenständigen Währungs- und Notenbankpolitik. Es ist jedoch nicht zu übersehen, dass die Schweizerische Nationalbank im vergangenen Jahr den Mut nicht aufbrachte, eine wirklich eigenständige Währungspolitik zu betreiben, was die Schweiz mit einer erhöhten Inflationswelle mit all ihren Folgen wird bezahlen müssen. Wie weit hinter der Notenbank die Absicht besteht sich dem Euro anzupassen, muss hier offen bleiben. Der Auftrag der Nationalbank verleiht zumindest eine solche politische Absicht. Das Bundesamt für Polizei- wesen befürchtet, die Einführung der Einheitswährung Euro könnte in unserem Land zu mehr Falschgelddelikten, Betrügereien und Geldwäscherei führen; in einem Bericht rät das Bundesamt zu "besonderer Sorgfalt und zu bewusster Prävention".

Korruption, EU-Reform und Ost-Erweiterung
Nachdem der EU-Rechnungshof seit Jahren immer wieder ungeschminkt den gewaltigen Korruptionssumpf, die Vetternwirtschaft und die Schlamperei mit Subventionsgeldern- und Strukturbeiträgen in Milliardenhöhe angeprangert hatte, ist das Fass im Berichtsjahr übergelaufen: Aufgrund schwerster Korruptionstatbestände musste die gesamte EU-Kommission zurücktreten.

Die neue Kommission unter dem Präsidium des ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Romano Prodi hat in den letzten Monaten mit eher magerem Erfolg versucht, ihre Glaubwürdigkeit wieder herzustellen. Mit einer eigentlichen Flucht nach vorn sollen die EU-Institutionen - vor allem im Hinblick auf die vorgesehene Erweiterung auf 21 bzw. 28 Staaten- entschlackt und reformiert werden.

Die Reformvorschläge der Kommission zielen jedoch in eine fragwürdige Richtung:
-  Beschlüsse sollen im EU-Ministerrat künftig mit Stimmenmehrheit (bisher im Prinzip Einstimmigkeit) gefasst werden
-  Im Ministerrat soll eine neue Stimmenverteilung (zulasten der kleineren Staaten) gelten
-  Auch die Zusammensetzung der eigentlichen EU-Exekutive, der EU-Kommission, wird zulasten kleiner Mitgliedstaa-
   ten in Frage gestellt, weil sie bei 28 Mitgliedern zu gross würde.

Insgesamt würden die kleinen Länder massiv an Einfluss verlieren. Wäre die Schweiz in der EU, so hätte sie allenfalls nicht einmal eine Kommissions-Vertretung. Der Souveränitätsverlust wäre für unser Land gravierend. Im Rahmen der EU-Erweiterung wurde am Gipfel in Helsinki beschlossen, mit Rumänien, der Slowakei, Lettland, Litauen, Bulgarien und Malta Beitrittsverhandlungen aufzunehmen; die Türkei soll an die EU "herangeführt" werden. Zusammen mit Ungarn, Polen, Tschechien, Zypern, Slowenien und Estland erhöht sich die Zahl der beitrittswilligen Staaten auf 13; die EU würde somit in absehbarer Zeit 28 Staaten umfassen - etliche davon mit Demokratie-Defiziten, mit schlechten Volks- wirtschaften, hoher Arbeitslosigkeit und hoher Kriminalität - und dies aufgrund des Schengener Abkommens bei offenen Grenzen!

Die "humanitäre Intervention"
Im Schlepptau der NATO (diese unter der Ägide der USA) sieht sich die Europäische Union zunehmend zu sogenannten "humanitären Interventionen" mit militärischen Mitteln zwecks  "Friedensförderung" berufen. Die EU begibt sich dabei mit moralischen Ansprüchen auf ein gefährliches Feld: Mit "humanitären" Militär-Interventionen wird die Integrität von souveränen Staaten verletzt und das Völkerrecht droht zu verwildern. Die "humanitäre Intervention" ist die Konsequenz der im Vertrag von Amsterdam (1997) definitiv propagierten gemeinsamen Aussen- und Sicherheitspolitik (GASP) der EU. Diese hat im Bosnien- wie auch im Kosovo-Konflikt nach dem Scheitern der grossmundig proklamierten Konferenz von Rambouillet ein Zeugnis ihrer Unfähigkeit abgelegt. In Anbetracht der Bemühungen der EU zur Schaffung einer Verteidigungspolitik mit einer eigenen EU-Interventionsstreitmacht als Gegenstück zur USA-dominierten NATO, müsste auch dem letzten Euphoriker klar sein, dass die souveräne, neutrale Schweiz in der EU nichts zu suchen hat!

Modernes Despotentum
Im Januar/Februar 2000 hat die EU einmal mehr ihr wahres Gesicht gezeigt: Die 14 Mitgliedstaaten drohten Österreich im Falle einer Regierungskoalition der ÖVP mit der FPÖ (welche aufgrund demokratischer Wahlen fast einen Drittel der Wählerstimmmen erhalten hat) zu isolieren, die Botschafter abzuziehen, Österreich keine Posten in der EU zuzulassen und gar mit einem Wirtschaftsboykott. Damit mischt sich die EU massiv in innerstaatliche Angelegenheiten eines demokratischen, rechtsstaatlichen Mitgliedlandes ein und offenbart ihr modernes Despotentum! Damit müssten den Schweizern endgültig die Augen geöffnet werden, um zu sehen, was es bedeuten würde, Mitglied der EU zu werden. Wie lange dauert es, bis ausländische Staaten der Schweiz vorschreiben, welche Regierungszusammensetzung ihnen genehm ist?

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In der Schweiz

Im Berichtsjahr waren für unser Land aus Sicht der AUNS vor allem die folgenden Tatsachen und Ereignisse von Bedeutung:

  • Sämtliche Wirtschaftsdaten der Schweiz (u.a Wachstum, Produktivität, Export, Investitionen, Arbeitslosigkeit,
    Währungsstabilität, Inflation) zeigen die gute Verfassung der schweizerischen Volkswirtschaft.Auch im
    siebten Jahr nach dem EWR-Nein ist keine einzige der von den Integrationsbefürwortern angedrohten negativen
    Entwicklungen eingetreten. Alle bedeutenden internationalen Analysen über die Qualität eines Wirtschaftsstand-
    ortes und dessen Wettbewerbsfähigkeit verliehen der Schweiz Spitzenränge; ein Beweis dafür, dass die unab-
    hängige Schweiz die Anforderungen der Märkte besser meistert als vergleichbare Staaten, die sich in politische
    Blöcke eingebunden haben.

  • Nachdem die wirtschaftliche Notwendigkeit eines EU-Beitrittes nicht mehr vernünftig und glaubwürdig dargelegt
    werden kann, versucht die classe politique die Sicherheitspolitik als Argument für den diffusen "Öffnungswahn"
    zu missbrauchen. Aufgrund der in Bundesbern unter Führung des Verteidigungsdepartementes neu deklarierten
    Strategie "Sicherheit durch Kooperation" propagiert der Bundesrat mit einer vorgezogenen Militärgesetzän-
    derung bewaffnete Einsätze der Schweizer Armee in ausländischen Konfliktgebieten sowie eine intensive "Aus-
    bildungszusammenarbeit" mit NATO-Staaten. Unter Missachtung der schweizerischen Neutralität, die sich seit
    Jahrhunderten als Friedens- und Sicherheitsinstrument bewährt hat, soll unser Land NATO-beitrittsfähig- und
    beitrittswillig gemacht werden. Die Schweiz soll laut Bundesrat "solidarisch" dabei sein auf den "Bauplätzen der
    Friedensförderung". Der im Berichtsjahr vorgelegte "Sicherheitspolitische Bericht 2000" und die Armee XXI sollen
    das Fundament für die Ausland-Kooperation bilden.

  • Die AUNS hat bereits an der Mitgliederversammlung im Mai 1999 beschlossen, jegliche Rechtsgrundlagen, wel-
    che den Einsatz von Schweizer Soldaten im Ausland legitimieren, mit Referendum zu bekämpfen. Die Vorberei-
    tungen für die kommende Unterschriftensammlung und den Abstimmungskampf sind bei Redaktionsschluss im
    Gang.

  • Am 8. Oktober 1999 haben die Eidgenössischen Räte dem bilateralen Vertragswerk zwichen der Schweiz
    und der EU
    inklusive Begleitmassnahmen zugestimmt. Auch wenn das Vertragswerk sowohl im Transitverkehr
    als auch im freien Personenverkehr nicht die EU-Regelungen übernimmt, so ist das Vertragswerk für unsere In-
    nenpolitik schlecht ausgefallen. Eine Unterstützung durch die AUNS kommt daher nicht in Frage. Aber auch auf
    ein Referendum hat die AUNS verzichtet, weil mit dem Vertragswerk die Unabhängigkeit und die Neutralität un-
    seres Landes - im Gegensatz zu einem EWR - oder gar EU-Beitritt - gewahrt bleibt. Zudem ist das bilaterale
    Vertragswerk der Ersatz für einen folgenschweren EU-Beitritt, der damit auf lange Sicht vom Tisch ist. Im weite-
    ren hätte bei einer Ablehnung der Verträge der gleiche EU-hörige Bundesrat neue Verhandlungen zu führen, so
    dass keine besseren Resultate herauskämen. Schliesslich war für den AUNS-Vorstand von Bedeutung, dass
    nach sieben Jahren mit Referendum eine Volksabstimmung über die Weiterführung der Verträge erzwungen wer-
    den kann.

  • Im Lauf des Berichtsjahres 1999 hat sich der Bundesrat für den Beitritt der Schweiz zur politischen UNO ein-
    gesetzt. Erstmalig in der Geschichte des Bundesstaates hat der Bundesrat die äusserst harzige Unterschriften-
    sammlung einer bereits im September 1998 lancierten Beitrittsinitiative quasi zur "Bundesratssache" erklärt und
    sich zum Bannerträger der UNO-Beitrittsinitiative gemacht. Im Jahre 2001 oder 2002 soll die Volksabstimmung
    stattfinden, damit die "chronische Anomalie" des schweizerischen Abseitsstehens von der UNO (Bundesrat
    Deiss am Dolder-Meeting vom 25.1.2000 in Zürich) beendet werden könne. Nach der Kampagne "Schweizer
    Soldaten haben im Ausland nichts zu suchen" wird die Verhinderung eines Beitritts zur politischen UNO der
    nächste entscheidende Kampfplatz für die AUNS sein.

  • Die Volksinitiative "Ja zu Europa", welche "ohne Verzug" Beitrittsverhandlungen für einen EU-Beitritt verlangt,
    wurde auch im Berichtsjahr weiterhin auf die lange Bank geschoben, weil der Bundesrat sie zwar befürwortet,
    aber ein Nein des Souveräns befürchtet. Eine strengere zeitliche Befristung für die Behandlung von Volksinitia-
    tiven tut deshalb not!

  • Pendent sind ferner die folgenden Volksinitiativen, welche die Unabhängigkeit unseres Landes direkt oder zum
    Teil tangieren:
    "Armeehalbierungs-Initiative" der Linken als ersten Schritt zur Armeeabschaffung (Volksabstimmung voraussicht-
    lich 2. Hälfte 2000)
    "Neue Armeeabschaffungs-Initiative" und Volksinitiative "für einen zivilen Friedensdienst" (Volksabstimmung vor-
    aussichtlich 1. Hälfte 2002)
    Reform der Volksrechte / Revision der Bundesverfassung, 2. Paket (Volksabstimmung voraussichtlich 2002)
    Volksinitiative "gegen Asylmissbrauch" und "Goldinitiative" (Volksabstimmung voraussichtlich 2003).

  • Am 10. Dezember 1999 ist auch der sogenannte Bergier-Flüchtlingsbericht präsentiert worden. Er ist von hi-
    storisch geringem Wert. Er zeigt, dass die freie Geschichtsschreibung diese Problematik bereits viel besser und
    objektiver aufbereitet hatte ohne sich parteiisch und selbstgerecht als Richter über ein Land aufzuspielen. In er-
    staunlicher Weise werden ganze Bereiche im Bericht einfach ausgeklammert, weil sie nicht in das parteiische
    Konzept passten. Die AUNS liess daher ihren Mitgliedern die Schrift "Die schweizerische Flüchtlingspolitik 1933-
    1945" von Alfred Cattani zukommen.

  • Am 24. Oktober 1999 haben die Wahlen für das Eidgenössische Parlament stattgefunden. Wieweit mit den
    neugewählten Parlamentariern die Sache der Unabhängigkeit und der Neutralität unseres Landes gestärkt wur-
    de, lässt sich noch nicht sicher sagen. Tatsache ist jedoch, dass sich in einer Umfrage der Basler Zeitung, wel-
    che am 27. Oktober publiziert wurde, 115 Mitglieder des neugewählten Nationalrates für und 61 gegen einen EU-
    Beitritt ausgesprochen haben. Die AUNS wird somit vermehrt mit Volksentscheiden für die Unabhängigkeit und
    die Neutralität unseres Landes kämpfen müssen.

  • Der Abbau der Volksrechte im Rahmen der Verfassungsrevision (höhere Unterschriftenzahlen und dergleichen)
    wurde im Berichtsjahr vorläufig aufs Eis gelegt. Die Staatspolitischen Kommissionen beider Räte wollen die Sa-
    che jedoch wieder aufnehmen.

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Die AUNS: Aktivität während des Berichtsjahres

Mitgliederversammlung 1999
Die ordentliche 13. Mitgliederversammlung vom 8. Mai 1999 brachte mit über 1'200 Mitgliedern aus allen Landesteilen einen neuen Teilnehmerrekord und wurde zu einer eindrücklichen Manifestation für die schweizerische Unabhängigkeit und Neutralität. Die Tagung war dem Thema "Das Wesen der Schweizerischen Neutralität" und dem Referendums- entscheid betreffend bewaffnete Schweizer Truppen im Ausland gewidmet. Das Thema ist von grösster Bedeutung im Hinblick auf die Zukunft der Schweizerischen Neutralität und der Landesverteidigung. Mit dem Einsatz von Schweizer Truppen im Ausland will "Bundesbern" die Türen für den UNO-, EU- und NATO-Beitritt der Schweiz öffnen.

Der Präsident der AUNS, Nationalrat Dr. Christoph Blocher, betonte in seiner Standortabstimmung, gerade die aktuellen Ereignisse im Kosovo führten jedem Schweizer die Notwendigkeit unserer Unabhängigkeit und der schwei- zerischen Neutralität vor Augen. Der Bundesrat und Bundesbern handelten mit ihrem Anschlussdrang und ihren Attacken auf die freie, unabhängige Schweiz der Bundesverfassung und diversen Volksentscheiden zuwider.

Blocher erinnerte daran, dass vor genau 54 Jahren, am 8. Mai 1945, der Zweite Weltkrieg in Europa zu Ende gegangen sei. Dank der dauernd bewaffneten Neutralität, dank dem Verteidigungswillen des Schweizer Volkes und dank glücklicher Fügung sei es gelungen, Frieden, Freiheit, Demokratie und Unabhängigkeit zu wahren. In Anbetracht der Realität zeuge es von geradezu kindlicher Träumerei, wenn Bundesbern nun in oberflächlichem Anschlussdrang - und unter Missachtung des Volkswillens - unsere bewährten Staatsgrundsätze "relativieren" wolle.

In seinem Vortrag "Das Wesen der Schweizerischen Neutralität" bezeichnete Dr. Christoph Mörgeli, Historiker aus Uerikon/ZH, die schweizerische Neutralität als eigentliches Erfolgsmodell. Die schweizerische Neutralität sei jedoch äusserst anspruchsvoll; sie sei dauernd, bündnisfrei, bewaffnet und integral (umfassend). Sie beinhalte den Verzicht auf jegliche Machtpolitik und stehe damit im Dienst der Friedenspolitik.

Botschafter Philippe Welti, stellvertretender Generalsekretär des VBS, plädierte sodann für bewaffnete Einsätze von Schweizer Soldaten im Ausland. Wir könnten nicht nur Sicherheit und Frieden "konsumieren", sondern müssten uns "solidarisch" zeigen und brauchten eine "aktive" Neutralität.

Nationalrat Walter Frey betonte als Contrareferent, der Einsatz von Schweizer Truppen im Ausland widerspreche der schweizerischen Neutralität diametral. Die Neuinterpretation aus dem VBS, wonach Militäroperationen unter UNO-Mandat, und sofern die Staatengemeinschaft "weitgehend geschlossen" gegen einen Rechtsbrecher vorgehe, mit der Neutralität vereinbar seien, als unhaltbar. Eine solche "Neutralität" sei opportunistisch und unglaubwürdig.

Nach diesen Referaten beschlossen die über 1'200 AUNS-Mitglieder einhellig das  Referendum gegen jegliche Rechtsgrundlage, die den Einsatz von Schweizer Soldaten im Ausland legitimieren will.

Im weiteren hat die AUNS mit diversen Communiqués, Presseartikeln und anderen  Verlautbarungen Stellung genommen zu aktuellen politischen Themen. Diese Communiqués wurden in einem erfreulichen Mass publiziert. Die Themen waren die folgenden: "Der Integrationsbericht 1999 ist ein Propagandabericht für den EU-Beitritt", "AUNS bekämpft verfassungswidrige Aushöhlung unserer Neutralität", "AUNS kritisiert neutralitätswidrige Grossmachtallüren des Bundesrates", "Keine besonderen Probleme für Schweizer Studenten und Stagiaires in der EU", "Schweizer Soldaten haben im Ausland nichts zu suchen", "Der EU-Beitritt muss verhindert werden" (keine Unterstützung des bilateralen Vertragswerks, Verzicht auf Referendum), "AUNS verurteilt parteiischen und selbstgerechten Bergier-Flüchtlingsbericht".Starke Beachtung fand die im März 1999 vom "Komitee pro Mittelstand" an alle Deutschschweizer Haushaltungen versandte Broschüre "Politik im 21. Jahrhundert", die "Albisgüetli-Rede" vom 15. Januar 1999 von Nationalrat und AUNS-Präsident Christoph Blocher. 

Wesentliche Anliegen aus Sicht der AUNS sind darin: "Die Zukunft gehört der direkten Demokratie" und "Die Zukunft gehört der Neutralität". Das Komitee pro Mittelstand wird vom AUNS-Geschäftsführer beraten; ein AUNS-Inserat in der Broschüre brachte eine grosse Zahl neuer Mitglieder.

Die AUNS hat die im März zur Abstimmung vorgelegte neue Bundesverfassung nicht bekämpft. Die AUNS hat im Vorfeld verlangt, dass weder die demokratischen Rechte "Gesetzesreferendum und Volksinitiative" noch das Staatsvertragsreferendum eingeschränkt werden dürfen. Diese Forderungen wurden erfüllt.

Bei der vorgesehenen "Reform der Volksrechte" wird die AUNS jedoch antreten müssen, weil im Gegensatz zur ersten Reformetappe die Unabhängigkeit, die Neutralität sowie die direkte Demokratie in ihren Grundzügen in Frage gestellt werden.

Im Berichtsjahr hat die AUNS zudem mit zwei Inseratenkampagnen - "Korruption und Schlamperei in der EU kosten Milliarden" sowie "Schweizer Soldaten haben im Ausland nichts zu suchen" - für eine breite Beachtung ihres Anliegens gesorgt. Vor allem die Korruptionskampagne hat für zahlreiche Reaktionen und Leserbriefe gesorgt und viele Neumitglieder gebracht.

Die AUNS hat die Unterschriftensammlung für die beiden Volksinitiativen "gegen Asylrechtsmissbrauch" und "Überschüssige Goldreserven in den AHV-Fonds" mit Versänden sowie bei Stand- und Strassenaktionen unterstützt.

Das Angebot der AUNS-Internetseiten in den Sprachen Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch wurde inhaltlich ausgebaut. Zunehmend wird mit der elektronischen Post "e-mail" korrespondiert, insbesondere Schüler und Studenten aus nah und fern gelangen mit ihren Fragen auf diesem Weg an die AUNS. Die Bedeutung des Internet-Auftrittes lässt sich an den Neueintritten erkennen: rund ein Viertel aller Neuanmeldungen des Jahres 1999 wurden "via e-mail" vorgenommen.

Die bereits 1997 und 1998 durchgeführte Inserate-Aktion in der Auslandschweizer-Zeitung "Schweizer Revue" wurde 1999 fortgesetzt. Zusätzlich erschienen zwei Inserate im "Le Messager Suisse", welcher sich an Schweizer im Grossraum Paris richtet. Beide Aktionen lösten ein breites, mehrheitlich positives Echo aus.

Die 1998 begonnene intensive Aufbauarbeit in der Suisse romande konnte im vergangenen Jahr mit unverminderter Kraft fortgesetzt werden. Die AUNS war mit Inseraten in der Tagespresse regelmässig präsent. Bemerkenswert ist die Zurückweisung von insgesamt drei Inseraten durch die Zeitung "24-heures". Mit dem entsprechenden Kommentar publizierte die AUNS die abgelehnten Inserate auf dem Internet - mit gutem Echo. Im Frühjahr gab die AUNS mit befreundeten Organisationen das Heft "La Suisse existe" heraus, welches sich an unentschlossene Bürgerinnen und Bürger richtete. Es ging darum, aufzuzeigen, dass in der Westschweiz tatsächlich eine Meinungsvielfalt über die Stellung der Schweiz in Europa vorhanden ist. Zwar werden diese EU-kritischen Stimmen durch die Tagespresse und Fernsehanstalten weitgehend unterdrückt oder mit dem dilettantischen Vorwurf des Rechtsextremismus abqualifiziert. Doch das Echo auf "La Suisse existe" bestätigte, dass viele Leute nicht bereit sind, blindlings den EU-Euphorikern zu folgen. Die Meinungsunterdrückung und die einseitige Information spüren auch die Bauern. Deshalb wurde beschlossen, allen Bauern in der Westschweiz sechs Mal jährlich - kostenlos - den "Lettre verte" ("Grüner Brief") zuzustellen. Sein Inhalt zeigt auf, dass der EU-Beitritt für weite Teile der Schweizer Bauern nichts anderes als das sichere Ende bedeuten würde. Der Erfolg der realisierten Projekte manifestiert sich in den wiederum gewachsenen Mitgliederzahlen. Sämtliche Kantone in der Westschweiz weisen einen Nettozuwachs aus. Im weiteren konnten die Pools der aktiven AUNS-Mitglieder in den Regionen konsolidiert und verstärkt werden.

Im weiteren hat die Geschäftsstelle den Ausbau und die Stärkung der Stützpunkte vorangetrieben. Verschiedene Stützpunktleiter wurden durch neue Kräfte ersetzt. Verschiedene öffentliche AUNS-Veranstaltungen sowie diverse Veranstaltungen (Podiumsgespräche, Referate) an Schulen, bei Verbänden usw., die vom Geschäftsführer oder seinem Stellvertreter bestritten wurden, haben dazu beigetragen, die Ziele der AUNS zu verbreiten. Mit dem Zweck der Mitgliederwerbung und der Informationsvermittlung entsprechen solche Veranstaltungen offensichtlich einem Bedürfnis.

Anlässlich der ordentlichen Mitgliederversammlung vom 8. Mai 1999 wurde das neue AUNS-Logo der Öffentlichkeit vorgestellt.

An dieser Stelle danken Vorstand und Geschäftsstelle allen Mitgliedern, Gönnern und Sympathisanten für ihren grossen Einsatz.

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Mitgliederbestand

Die Zahl der eingeschriebenen Mitglieder, Gönner und Sympathisanten konnte im Geschäftsjahr 1999 wiederum erhöht werden. Unter Abzug der üblichen Abgänge kann für die gesamte Schweiz ein Netto-Zuwachs von 3'986 Mitgliedern, d.h. plus rund 11,5 Prozent, ausgewiesen werden.

Bemerkenswert ist der Zuwachs in der Suisse romande: plus 14,5 Prozent. Somit betrug der Mitgliederbestand per 15. Februar 2000: 38'041. Im Jahr 1999 fanden keine aussenpolitischen Abstimmungen in der Schweiz statt.

Der starke Mitgliederzuwachs muss u.a. auf die im Frühjahr aufgedeckten Fälle von Korruption und Vetternwirtschaft in den EU-Institutionen zurückzuführen sein. Im weiteren erkennt man zunehmend, dass die EU-Politik mit Schweizer Standortvorteilen nicht vereinbar sein kann.

Die sicherheitspolitischen Pläne des Verteidigungsdepartementes konkretisierten sich im vergangenen Jahr. Die Schwächung der immerwährenden, bewaffneten Neutralität wird von weiten Kreisen als Gefährdung der Sicherheit und der politischen Handlungsspielraum der Schweiz beurteilt.

Das an den Tatsachen orientierte Aufzeigen der negativen Folgen eines EU-Beitritts und die klare Haltung der AUNS in der Frage der Armee-Auslandseinsätze wurde klar wahrgenommen und schliesslich unterstützt. Der Mitgliederzuwachs 1999 schafft zudem gute Voraussetzungen, um Referendumskämpfe erfolgreich vorzubereiten.

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Jahresrechnung und Bilanz

Jahresrechnung 1999

 
Rechnung 1998
Rechnung 1999
Einnahmen
Beiträge und Spenden
2 079 724.85
1 547 319.32
Zinsen
107 694.55
92 660.15
 
2 187 419.40
1 639 979.47
Ausgaben
Propaganda, Werbung
716 869.60
917 919.50
Mitgliederbriefe, Presse
372 763.95
422 518.20
Sonderaktionen
196 699.30
319 147.75
Abschreibungen
51 231.00
57 085.55
Allgemeines
95 897.35
126 348.44
 
1 433 281.20
1 843 019.44
Zusammenstellung
Total Einnahmen
2 187 419.40
1 639 979.47
Total Ausgaben
1 433 281.20
1 843 019.44
Einnahmenüberschuss
754 138.20
- 203 039.97

Bilanz per 31. Dezember 1999

Kasse
1 839.90
Postcheck
76 914.52
Gewerbekasse Bern
318 794.10
Wertschriften
3 182 723.20
Guthaben VST
41 621.70
EDV-Anlage, Mobiliar
98 165.00
Kreditoren
83 939.75
Sonderfonds
52 961.65
Kapital
3 583 157.02
 
3 720 058.42
3 720 058.42

* Verrechnungssteuer

Die Mitgliederversammlung vom 8. Mai 99 beschloss, die Jahresbeiträge für 2000 nicht zu erhöhen: Mitglied Fr. 35.-, Ehepaare Fr. 50.-, Gönner Fr. 100.- und Sympathisanten nach freiem Ermessen.

Da 1999 im Gegensatz zu 1998 die einzelnen Legate und Grossspenden ausblieben, fielen die Beiträge und Spenden geringer aus. Dafür erhöhten sich infolge der höheren Mitgliederzahl die ordentlichen Mitgliederbeiträge.

Andererseits wurden 400'000 Franken mehr ausgegeben als 1998. Der Grund liegt in den  ausserordentlichen Kosten für die Mitgliederwerbung sowie der erhöhten Kosten für die aktive Unterstützung von Volksinitiativen. Die markant gesteigerte Aktivität in der Suisse romande benötigte einen erhöhten Aufwand im Bereich Drucksachen (Neue Publikation "La lettre verte").

Der erneute Mitgliederzuwachs, die Herausgabe eines zusätzlichen Grauen Briefes und die  wiederum hohe Nachfrage an Informationsmaterial (etliche Neuauflagen bei Broschüren) führten zu Mehrbelastungen der Konten Propaganda/ Werbung und Mitgliederbriefe. Die vielseitige Aktivität und die Preissteigerungen bei der Post verursachten zudem höhere Porto-Kosten,

Wie im Vorjahr wurden in der Auslandschweizer-Zeitung "SCHWEIZER REVUE" Inserate publiziert. Über die Korruptionsvorfälle in der EU orientierte eine breit angelegte Inseratenkampagne.Die Entsendung der teil-bewaffneten Swisscoy-Truppe in den Kosovo wurde ebenfalls mittels einer grösseren Inseratenaktion als Gefährdung der Neutralität verurteilt. In der Westschweiz nahmen regelmässig Inserate-Aktionen aktuelle Themen auf. Grossverteilung von Flugblättern und Finanzierung von Veranstaltungen (Unterschriftensammlungen) der kantonalen AUNS-Stützpunkte belasteten zusätzlich die Posten Propaganda/Werbung sowie Sonderaktionen. Die Rechnung 1999 schliesst somit mit einem Ausgabenüberschuss von Fr. 203'039.97 ab. Das der AUNS zur Verfügung stehende Reinvermögen beträgt per 31. Dezember 1999 3,6 Mio. Franken. Der Mehraufwand hat sich gelohnt, denn der Ausbau der Mitgliederzahlen ist in Anbetracht bevorstehender Referendumskämpfe dringend notwendig.

Der Vorstand dankt herzlich allen Mitgliedern, Gönnern und Sympathisanten für ihre finanziellen Engagements.


Vorstand
Der Vorstand tagte wie üblich während den Sessionen der Eidgenössischen Räte in Bern; dies insgesamt 5 mal, weil er sich in der Herbstsession 1999 an zwei Sitzungen eingehend mit den bilateralen Verträgen Schweiz - EU befasste. Nebst den Tagesgeschäften standen für den Vorstand die integrationspolitische Lage der Schweiz, der Einsatz von Schweizer Soldaten im Ausland sowie die besonderen Aktivitäten der AUNS in der Westschweiz (unter der Ägide der Herren Scheidegger und Gartenmann) im Zentrum. Während des Geschäftsjahres pflegte die AUNS vor allem Kontakte zu folgenden Organisationen: Junge Vereinigung Zukunft Schweiz (JVZS), Unternehmervereinigung gegen EWR/EU-Beitritt, Komitee "Selbstbewusste, freie Schweiz", Schweizerische Vereinigung PRO LIBERTATE, Schweizerzeit Verlags AG.

Geschäftsstelle
Neben dem vollamtlichen Geschäftsführer Hans Fehr, seinem Stellvertreter Werner Gartenmann und der Sekretärin Katharina Fischer arbeiteten je nach Arbeitsanfall weitere Teilzeit-Arbeitskräfte mit. Die Grösse der AUNS, der Ausbau der Tätigkeit vor allem im Welschland und ihre immer wichtigere Stellung im politischen Kräftespiel erfordern eine leistungsfähige Geschäftsstelle. Eine massvolle Verstärkung wird derzeit eingeleitet.

Stützpunkte in den Kantonen
Unsere Mitarbeiter in den Kantonen trafen sich viermal in Bern. Schwerpunkte waren die  Mitgliederwerbung, die Unterschriftensammlungen für die Volksinitiative "gegen Asylrechtsmissbrauch" und die "Goldinitiative" sowie der Ausbau der kantonalen und regionalen Stützpunktstrukturen im Hinblick auf die bevorstehenden Abstimmungskämpfe für die Unabhängigkeit und die Neutralität unseres Landes.

Den Stützpunktleitern und Mitarbeitern in den Kantonen sei an dieser Stelle herzlich gedankt.


Publikationen
Im Berichtsjahr erschienen die Grauen Briefe Nr. 64, 65, 66, 67 und 68. Zusätzliche Versände erfolgten für die beiden Volksinitiativen "gegen Asylrechtsmissbrauch" und "überschüssige Goldreserven in den AHV-Fonds". Die Grauen Briefe wurden in zum Teil sehr grosser Zahl nachbestellt, so dass pro Ausgabe nun rund 35'000 gedruckt werden. Die Grauen Briefe erschienen unter dem Titel "Lettre d'information" auch in französischer und unter dem Titel "Bolletino d'informazione" in italienischer Sprache.

Broschüren: Neue Titel:
-  "Politik im 21. Jahrhundert" von Nationalrat Christoph Blocher. Versand an alle Haushaltungen der deutschsprachigen Schweiz (AUNS Mitherausgeber)
-  "Das Wesen der schweizerischen Neutralität" von Dr. Christoph Mörgeli
-  "Späte Würdigung für Denis de Rougemont" von Anouchka von Heuer aufgrund eines Vortrages an der Alliance Française

Folgende Neu-Auflagen wurden gedruckt:
-  "Gedanken zum Schweizerischen Nein" von Dr. Christoph Mörgeli
-  "Die Schweiz und der Eizenstat-Bericht" von Nationalrat Dr. Christoph Blocher

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Schlusswort

Die AUNS steht am Ende des Berichtsjahres als bedeutendste politische Kraft zur Wahrung der schweizerischen Unabhängigkeit und Neutralität vor besonderen Herausforderungen: Bundesbern, unterstützt von den meisten Parteien und Medien, will die Integration unseres Landes in die UNO, die EU und die NATO in nächster Zeit rasch vorantreiben. Die Aufgabe der AUNS ist deshalb wichtiger und entscheidender denn je. Die AUNS wird den Kampf zusammen mit allen Gleichgesinnten weiterführen!

Es ist der Kampf für die Unabhängigkeit, das wertvollste Gut in unserem Staat. Das Schweizer Volk muss auch in Zukunft selbst bestimmen können.

Der Vorstand

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